So „ticken“ unsere Jugendlichen heute ...

Wie unsere Jugendlichen heute „ticken“, wie sie aufwachsen, woran es liegt, dass die heutige Jugend „anders“ ist – und wie man sie passend aus Sicht der Unternehmen und Arbeitgeber ansprechen kann, das war die zentrale Frage der SCHULEWIRTSCHAFT-Akteure am 21.02.2017 im Christlichen Jugenddorfwerk in Gera.

Wir knüpften damit an unseren Fachtag im November 2015 an und haben uns wieder fachliche Unterstützung durch Experten geholt.“, so Hans-Jürgen Voit, Schulleiter der Ostschule Gera- Europaschule und Sprecher des Arbeitskreises. Durch sehr gute Abstimmung der Veranstaltungspartner gelang es  ca. 110 Vertreter aus unterschiedlichsten Bereichen der Schule-Wirtschaftsarbeit aus vielen Teilen Thüringens zur Teilnahme zu motivieren.

Sowohl Schulleiterinnen und Schulleiter, Lehrerinnen und Lehrer mit entsprechenden Funktionen, Wirtschaftsvertreterinnen und Wirtschaftsvertreter als auch Vertreterinnen und Vertreter aus  Ämtern waren zugegen. Bei den drei Workshops nahmen davon 37 bei der Regelschule, 11 beim  Gymnasium und 9 bei der Förderschule teil.

arbeitskreis schule wirtschaft gera 01

Dr. Gabriele Schambach von der SINUS-Akademie stellte die Ergebnisse der neuen SINUS-Studie detailliert anhand von beispielhaften Milieuanalysen vor. Sie gab praktische und authentische Einblicke in die Lebenswelt von Jugendlichen und erklärte, wie erfolgreiche berufliche Orientierung gelingen kann.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten einen sehr erfrischenden und kurzweiligen Vortrag. Dieser war methodisch und didaktisch sowohl sehr abwechslungsreich und lebensnah, als auch erfüllte er in Qualität und Quantität alle Zielstellungen der Veranstaltung.

Im Anschluss daran informierten Akteure aus Schulen über die Formen der Schulabschlüsse im Thüringer Schulsystem und was sich dahinter verbirgt. Wie werden Fertigkeiten und Fähigkeiten im Schulalltag gefördert? Welche Kenntnisse wünschen sich Arbeitgeber von Berufsanfängern? Es gab Antworten auf diese Fragen, denn in den drei Fachforen fand ein reger Austausch mit Schul- und Unternehmensvertretern statt.

Unterstützt wurde das Projekt durch die IHK Gera, die Handwerkskammer für Ostthüringen, die Agentur für Arbeit Altenburg-Gera, Optronik Jena-GmbH, die Sparkasse Gera-Greiz und POG Präzisionsoptik Gera GmbH.

Ergebnisse im Bereich Förderschule:

  • Schule muss dringend weiterhin an der Festigung der Grundkompetenzen  insbesondere an Durchhaltevermögen und Selbstständigkeit arbeiten.
  • Ausbildungsbegleitende Hilfen sollten besser genutzt werden
  • Gewinnung weiterer Betriebe als Praxispartner für Praktika und für Übergänge
  • Jugendlichen sollte frühzeitig vermittelt werden, welche Ausbildungsberufe realistisch sind und gute Chancen auf eine spätere Übernahme bieten
  • Nutzung aller Angebote zur Unterstützung der theoretischen Ausbildung an der Berufsschule durch die Betriebe

Ergebnisse im Bereich Regelschule:

  • Schulen müssen sich für alle Probleme mehr öffnen
  • Gemeinsam mit Wirtschaftspartnern mehr Interesse erzeugen
  • Experimentierfreude im Rahmen der Zusammenarbeit zulassen
  • Mehr in Austausch kommen mit den Unternehmen und den Ausbildern
  • Über Kooperationsvereinbarungen externe Partner im Unterricht und in der außerunterrichtlichen Arbeit nutzen

Insgesamt wurde herausgearbeitet, dass es uns gemeinsam besser gelingen muss die Politik weiter unter Druck zu setzen um die Bedingungen für Berufsorientierung in den Einrichtungen zu verbessern.

Hier sind dringend notwendig die Modernisierung sowohl der Räumlichkeiten im Wirtschaft- Technik Bereich, als auch der Unterrichtsmittel; darüber hinaus die Absicherung der Lehrerkontigente ggf. Veränderungen in der Lehrerausbildung.

Der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Gera fördert die Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen und engagiert sich dafür wie Berufsorientierung und Übergänge in das Berufsleben effektiver gestaltet werden können. Hierbei geht es auch um die Fachkräftesicherung in der Region. Regelmäßig werden zu diesen Themen Veranstaltungen für Vertreter aus Schulen und Unternehmen angeboten.

Voit H.-J.

Sprecher des Arbeitskreises

 

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