Ein Ständchen zum Geburtstag des Jungendhauses Gera

Jungendhaus Gera hat mit dem Staatlichen Schulamt Ostthüringen einen vierten Partner - Ideenwettbewerb gestartet.

Gera. „Ein Hoch auf uns, auf jetzt und ewig“ singt Andreas Bourani. Gestern interpretierte die Schulband der Freien Gemeinschaftsschule der Grundig Akademie den Song im Jugendhaus der Stadt. Das befindet sich in der erste Etage des Arbeitsagenturgebäudes in der Reichsstraße 1. Arbeitsagentur, Jobcenter, Stadt und seit Dienstag als vierter Partner das Staatliche Schulamt Ostthüringen bündeln hier umfangreiche Beratungs- und Hilfsangebote für Menschen unter 28 Jahren. Kurze Wege, ein großes Netzwerk und kompetente Ansprechpartner unter einem Dach stehen auf der Haben-Seite.

Zwei Jahre besteht die Einrichtung und das konnte gefeiert werden. Junge Erwachsene kamen zu Wort. Sie berichteten über ihre Erfahrungen wie Helen. Sie ist im zweiten Lehrjahr zur Fotografin an der Staatlichen Berufsbildenden Schule Wirtschaft/Verwaltung (SBBS) Gera. Die 21-Jährige habe mit anderen in einem Projekt zum Beispiel die Homepage des Jugendhauses gestaltet und Fotos gemacht. Gut aufgehoben fühlte sich Rosalie Roßmann im Berufsinformationszentrum. „Ich war mit meiner Mutti da und bin sehr gut beraten worden.“ Die Zehntklässlerin, die in der Grundig Akademie lernt, absolviert ab Juli ein Auslandsschuljahr im US-Bundesstaat Idaho. „Das ist ein großer Traum von mir. Wieder zurück, will ich Abi machen an der SBBS, Richtung Wirtschaft soll es mal gehen.

Herzlich bedankte sich Weldemicael Okubay aus Eritrea bei jenen Mitarbeitern, die ihn begleiten. Im Jugendhaus erfuhr der 27-Jährige große Unterstützung. Er will unbedingt eine Lehre als Kfz-Mechatroniker bekommen. Einen Praktikumsplatz habe er bereits bei einem Reifendienst. „Zwei Mal in der Woche gehe ich noch zum Sprachkurs“, erzählt er. Auch Lydia aus dem lettischen Riga will ihre Deutschkenntnisse weiter verbessern und findet es gut, „dass es zahlreiche Programme und hier viel Hilfe gibt.“ Ihre Videobotschaft kam gut an, jene von Jens Herzog, der beim Deutschen Roten Kreuz arbeitet, ebenso „Das Jugendhaus ist eine super Sache. Man kann offen, ehrlich und locker mit den Mitarbeitern umgehen.“ Selbst bei Tiefs seien sie Kontaktpersonen.

Birgit Becker, Vorsitzende der Agentur für Arbeit Altenburg-Gera, betonte, dass es Ziel sei, die Jugendarbeitslosigkeit zu senken. Gegenwärtig gibt es in Gera 448 Arbeitslose unter 25 Jahren.

Gestern wurde auch der Startschuss zum 2. Ideenwettbewerb für mehr Farbe im Jugendhaus gegeben. Frische und jugendliche Motive sind gefragt.

Ilona Berger / 14.03.18 OTZ